Diese 10 Sachen solltest Du sofort erledigen, wenn Du WordPress frisch installiert hast

WordPress neu installiert - Checkliste
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WordPress lässt sich schnell installieren – aber was dann? Welche Einstellungen sollten vorgenommen werden, welche Plugins sind empfehlenswert und wie stellt man die Sicherheit seines WordPress Blogs sicher? Wie kann man seinen Blog von Anfang an für Suchmaschinen und Social Media optimieren?

In diesem Artikel zeige ich dir, welche Sachen Du unbedingt erledigen solltest, bevor Du mit dem Bloggen so richtig loslegst!

1. Allgemeine Einstellungen

 

Deutsche WordPress Themes finden

So kannst Du in der WordPress Theme-Directory Themes mit deutscher Sprachdatei finden – Klicken zum Vergrößern

Unter  Einstellungen  ->  Allgemeine Einstellungen  kannst Du den Titel deines Blogs sowie den Untertitel eingeben. Beides wird von vielen Themes genutzt, wird also im Kopf-Bereich deines Blogs angezeigt. Außerdem wird das, was Du dort eingibst oft für die Meta-Daten deiner Blog-Startseite genutzt (auch Theme-abhängig), das heißt: Der Titel wird zum Meta-Title, der Untertitel zur Meta-Description. Bei vielen Themes werden Titel und Untertitel zusammengefasst als Meta-Title genutzt. Die Meta-Daten werden von Suchmaschinen wie Google genutzt um die Suchergebnisse zu beschriften – achte daher auch darauf, dass der Titel bzw. Titel+Untertitel nicht zu lang ist (maximal ca. 70 Zeichen – mehr dazu hier).

Unter WordPress-Adresse (URL) kannst Du einstellen, ob dein Blog standardmäßig unter „www.deinblog.xy“ oder „deinblog.xy“, also mit www oder ohne www angezeigt werden soll. Ich selbst wähle hier immer die Version mit www.

Andere Einstellungen, die Du kontorllieren solltest sind die für Datumsformat, Uhrzeitformat, Zeitzone und Sprache. Diese Einstellungen sind aber meist korrekt, solange Du die deutsche Version von WordPress installiert hast.

2. Theme

Für WordPress gibt es zum Glück tausende kostenlose und kostenpflichtige Themes, Du musst dich nur entscheiden und das gewünschte Theme installieren. Hier bei WPmore findest Du viele optisch ansprechende, funktionsreiche WordPress Themes. Die WordPress Theme-Datenbank lädt zum Stöbern ein, auch wenn die schiere Menge an Themes einen richtig erschlägt. Tipp: Gib in das Suchfeld einfach „german“ ein, dann bekommst Du eine Liste mit deutschsprachigen WordPress Themes und Themes mit einer deutschen Sprachdatei. Hochwertige Premium WordPress Themes findest Du zum Beispiel bei Mythemeshop <- mein Favorit!

Viele Themes bieten zusätzliche Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, die sogenannten Theme-Optionen. Hier kannst Du oft ein grafisches Logo sowie ein Favicon hochladen. Premium-Themes bieten oft auch die Möglichkeiten Änderungen am Design vorzunehmen, zum Beispiel Farben, Schriftarten, Schriftgrößen, Layout, Layout-Breite und vieles mehr.

Falls dein Theme keine deutsche Sprachdatei dabei hat, solltest Du es noch übersetzen. Ich finde es einfach unprofessionell, wenn ich bei vielen Blogs englische Sprachfetzen wie „Comment“, „Read more…“ oder „Search“ finde, nur weil der Blogbetreiber zu faul war sein Theme zu übersetzen. Mit dem Plugin Codestyling Localization kannst Du die meisten WordPress Themes übersetzen (und auch viele englischsprachige Plugins) – kinderleicht aus dem WordPress Backend heraus. Sehr zu empfehlen!

WordPress Theme löschen

Ganz schön versteckt: Mit einem klick auf „Löschen“ kannst Du ein nicht genutztes WordPress Theme entfernen – Klicken zum Vergrößen

Nicht aktivierte Themes, die bei deinem Blog installiert sind und die Du nicht mehr brauchst, kannst und solltest Du löschen – so sparst Du Speicherplatz. WordPress Themes kannst Du entweder über dein FTP-Programm löschen (Ordner  wpcontent  ->  themes ) oder direkt im WordPress Admin-Bereich unter  Design  ->  Themes . Die Löschfunktion ist seit WordPress 3.8 ein wenig versteckt, Du musst beim jeweiligen Theme erst einmal auf  Theme-Details  klicken, dieser Button erscheint, wenn Du mit der Maus über das Vorschaubilds des Themes fährst. Es öffnet sich dann ein Popup, in dem rechts unten ganz klein ein  Löschen  Button versteckt ist.

Theme installieren, Theme Einstellungen vornehmen, woher WordPress Themes, nicht genutzte Themes löschen

3. WordPress Sicherheit

Die Sicherheit ist bei WordPress Blogs ein ganz großes Thema, da sollte man nicht nachlässig sein. Ganz wichtig: Dein Username sollte auf keinen Fall „admin“ sein! Das ist der Standard-WordPress-Username, der leider immer noch von tausenden Bloggern verwendet wird. Mit „admin“ als Username machst Du dich zu einem leichten Ziel für sogenannte Brute-Force Attacken. Dabei versucht ein Hacker mit einem Programm dein Passwort zu erraten. Das Programm ruft immer wieder deine Login-Seite (/wp-admin oder /wp-login) auf und wählt „admin“ als Username. Bei jedem Aufrufen der Seite generiert das Program systematisch ein Passwort, geht dabei das gesamt Alphabet durch. Zuerst versucht es eine Stelle, dann alle Kombinationen mit zwei Stellen, dann alle mit drei Stellen und so weiter. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es dein Passwort erraten hat. Wenn Du einen anderen Usernamen als „admin“ verwendest, sind Brute-Force-Attacken zum Scheitern verurteilt.

Mit dem Plugin Limit Login Attempts kannst Du außerdem die Anzahl der Login-Versuche beschränken – so wird eine Brute-Force Attacke zum Beispiel nach dem dritten Versuch unterbunden, da dann kein Login für diese IP-Adresse mehr möglich ist.

Auch ein Captcha-Plugin wie das weit verbreitete WP Recaptcha sind zu empfehlen, so muss bei einem Login oder beim Schreiben eines Kommentars zusätzlich ein Sicherheits-Code eingegeben werden, was für „Maschinen“, also auch Hacker-Programme, nicht möglich ist.

Ein richtiges Allround Security Plugin für WordPress ist iThemes Security. Es bietet unter anderem folgende Funktionen:

  • Begrenzung von Login-Versuchen
  • Verstecken der WordPress Versionsnummer
  • Aussperren von bestimmten Bots
  • Backup Funktion
  • Test, ob das von dir gewählte Passwort sicher genug ist

Zum Thema Sicherheit für WordPress Blogs gehört auch das regelmäßige Anlegen von Backups, damit Du im Fall der Fälle nicht alle deine hart erarbeiteten Blogartikel verlierst. Wenn Du, so wie ich, ein kleiner Schussel bist und das regelmäßige Backup vergisst, kannst Du ein Backup Plugin wie zum Beispiel dem Premium Plugin BackupBuddy, dem kostenlosen BackWPup oder eben das oben genannte iThemes Security Plugin verwenden.

4. Permalinks anpassen

Standartmäßig erzeugt WordPress Permalinks wie zum Beispiel http://www.deinblog.xy/?p=12

Das sieht nicht toll aus und bringt dir im Gegensatz zu Permalink wie zum Beispiel http://www.deinblog.xy/artikel-mit-keyword keinerlei Vorteile bei Suchmaschinen. Die Permalinkstruktur deines WordPress Blogs kannst Du ganz leicht unter  Einstellungen  ->  Permalinks  anpassen. /Beitragsname, /Datum/Beitragsname und /Kategorie/Beitragsname (Benutzerdefinierte Struktur, einfach  /%category%/%postname%/  eingeben) sind sinnvolle und oft genutzte Permalink Strukturen für WordPress Blogs.

WordPress Permalinks Onpage SEO

Keywords in den Permalinks werden in Fettschrift angezeigt, es lohnt sich also den Permalink zu optimieren! – Klicken zum vergrößern

Zusätzlich kannst Du den Permalink zu jedem einzelnen Artikel anpassen. Das ist auch absolut sinnvoll, denn so kannst Du den Permalink suchmaschinenfreundlich gestalten. Halte den Permalink möglichst kurz, streiche also unnötige Wörter wie „und“, „das“, „die“ und so weiter und konzentriere dich auf die Keywords – achte aber darauf, dass der Permalink auch für deine menschlichen Leser noch einen Sinn ergibt.

In den Google Ergebnissen werden Suchbegriffe, die in den Permalinks vorkommen fett gedruckt, Seiten, die diese Keywords im Permalink haben, fallen also mehr auf und bekommen so mehr Klicks – geil, oder? (siehe Bild rechts).

Beispiel:

Dieser Artikel hat den Titel „Diese 10 Sachen solltest Du sofort erledigen, wenn Du WordPress frisch installiert hast“. Daraus habe ich den Permalink „tipps-plugins-einstellungen-wordpress-frisch-installiert“ gemacht. Das ist kürze und bringt ein paar Keywords in den Permalink, trotzdem ergibt es auch für Leser einen Sinn. Außerdem sind für den Artikel wichtige Keywords im Permalink enthalten, die in den Suchergebnissen fett gedruckt werden.

5. Kommentar Einstellungen

Die Kommentar-Funktion ist meiner Meinung nach eine der wichtigsten Funktionen, die WordPress bietet. Kommentare bieten einen wichtigen Mehrwert für deine Leser, vorausgesetzt, sie sind sinnvoll. Du solltest die Kommentare, die deine Artikel bekommen deswegen sorgfältig moderieren. Unter  Einstellungen  ->  Diskussion  kannst Du die Grundregeln für das Verfassen von Kommentaren auf deinem Blog vornehmen. Wichtig ist die Einstellung, ob Kommentare manuell freigeschaltet werden müssen. Ich halte das für sinnvoll und kann das Häckchen an dieser Stelle nur empfehlen. Zusätzlich könnt ihr noch einstellen, dass Kommentare von Leuten, die bereits erfolgreich einen Kommentar bei dir veröffentlicht haben, direkt durchgewunken werden, ohne manuelle Freischaltung.

WordPress Kommentare moderieren

Mit diesen Einstellungen hast Du die volle Kontrolle, kein Kommentar wird ohne deine Moderation veröffentlicht.

Wenn dein Theme es unterstützt, solltest Du auch die verschachtelten Kommentare aktivieren. Das ermöglicht eine leichtere Diskussion unter den Kommentatoren, da so direkt auf Kommentare geantwortet werden kann und die Antworten auf einen Kommentar eingerückt unter diesem Kommentar angezeigt werden.

Um Kommentar-Spam auf deinem Blog zu vermeiden solltest Du ein Anti-Spam Plugin installieren. Ich kann da AntiSpam Bee wärmstens empfehlen. Es filtert Spam-Kommentare zuverlässig aus und verschiebt sie zur händischen Nachkontrolle (wenn ihr wollt) in den Papierkorb.

Ein Captcha-Plugin kann Kommentar-Spam an vorderster Front verhindern, schließlich können Spam-Bots die Sicherheitsabfrage nicht lösen und scheitern so.

Außerdem solltest Du versuchen, möglichst viele Kommentare zu deinen Blogartikeln zu bekommen, schließlich liefern dir sinnvolle Kommentare zusätzlichen Content, der auch Suchmaschinen interessieren dürfte. Zu diesem Zweck gibt es mehrere praktische Plugins, zum Beispiel Comment Luv, welches mit DoFollow Backlinks für Kommentare einer bestimmten Mindestlänge bietet.

6. SEO Plugin installieren

Um dein Blog in Suchmaschinen voran zu bringen, solltest Du ein SEO-Plugin installieren. Solche Plugins erleichtern verschiedene Onpage-SEO Aufgaben: Die Meta-Daten deiner Artikel werden optimiert, damit auch das Aussehen der Snippets in den Suchergebnissen von Google. Duplicate Content wird verhindert, dank optimierter Robots-Einstellungen. Welche Vorteile dir ein gutes SEO-Plugin noch bietet, kannst Du dir zum Beispiel beim günstigen Premium SEO Plugin WPSEO durchlesen. Eine brauchbare kostenlose Alternative ist das All in One SEO Pack.

7. Cache Plugin installieren

Wordpress Cache Plugin Pagespeed

Ein Cache Plugin für WordPress verbessert den Pagespeed – Mach mal den Vorher-Nahher-Test bei Google Pagespeed Insights!

Menschen sind im Internet sehr ungeduldig, wenn sich eine Seite nur langsam aufbaut. Damit dein Blog ein echter Roadrunner wird, solltest Du ein Cache-Plugin für WordPress installieren. Plugins wie zum Beispiel das empfehlenswerte WP Super Cache erzeugen statische HTML-Seiten, die anstelle der PHP-Dateine ausgeliefert werden, wenn ein Besucher auf deine Seite kommt. Das geht sehr viel schneller, weil viele PHP-Funktionen und vor allem Datenbank abfragen so gar nicht ausgeführt werden müssen.

Es ist wichtig, dass dein Blog schnell lädt, dass die Ladezeiten so gering wie möglich sind. Zum einen, weil das deinen Besuchern gefallen wird – zum anderen, weil auch Google (und Bing, und Yahoo, und…) Seiten mit kurzer Ladezeit mag und besser bewertet. Pagespeed ist also ein Rankingfaktor bei Suchmaschinen und deshalb ein wichtiger Teil der Onpage Suchmaschinenoptimierung.

Hier bei WPmore findest Du noch weitere Tipps und Tricks, wie Du die Ladezeiten deines Blogs verbessern kannst um so deine Absprungrate zu senken und besser in Suchmaschinen zu ranken.

8. RSS Feed Einstellungen

RSS Feeds bieten eine tolle Möglichkeit, um mit seinen Lesern in Kontakt zu bleiben – Denn hat ein Leser deinen Feed abonniert, ist die wahrscheinlichkeit, dass er öfters mal vorbei schaut sehr groß.

Um Statistiken zu deinem Feed zu bekommen und deinen Lesern das Abonnieren deines Feeds mit dem von ihnen gewählten Feedreadern zu erleichtern kannst Du deinen Feed bei Feedburner anmelden.

Damit Leser aus ihrem Feedreader heraus öfter auf dein Blog gelangen, solltest Du überlegen, ob Du nicht nur eine gekürzte Fassung deiner Blogartikel im RSS Feed anbietest. Außerdem wird So ein mögliches Duplicate Content Problem verhindern. Dieses Problem kann sonst auftreten, wenn andere Seiten (zum Beispiel Blogverzeichnisse und RSS-Verzeichnisse) über deinen RSS Feed ganze Artikel von dir übernehmen. Hier kannst Du die entsprechende Einstellung vornehmen:

 Einstellungen  ->  Lesen 
WordPress RSS Feed Kurzfassung anzeigen

Mit dieser Einstellung liefert der RSS Feed deines WordPress Blogs nur eine Kurzfassung deiner Artikel

Übrigens: Die Länge der Kurzfassungen in deinem RSS Feed entspricht der Länge der Artikel-Anrisstextes (WordPress Excerpt), also standardmäßig 55 Wörter. Hier erfährst Du, wie Du die Länge des WordPress Excerpt ändern kannst.

9. Analyse-Code einbinden

Damit Du auch sehen kannst, wie viele Besucher dein Blog in Zukunft hat, solltest Du ein Analyse Tool einbinden. Hier stehen dir viele kostenlose Tools zur Verfügung, die meist genutzten sind Google Analytics und das selbst zu hostende Piwik. Vergiss auf keinen Fall, deine Datenschutzerklärung entsprechend anzupassen, da Du sonst kostenpflichtig abgemahnt werden könntest!

  • Hier findest Du Informationen, was Du zum Thema Web Analytics und Datenschutz wissen solltest, inklusive nutzbarer Vorlagen für deine Datenschutzerklärung: Link
  • Und hier 10 Alternativen zu Google Analytics: Link

Meistens muss der Trackingcode im Footer deines Themes (footer.php) eingebunden werden, an letzter Stelle vor dem </body> Tag. Viele WordPress Themes bieten in ihren Theme-Optionen ein Feld, in das Du den Trackingcode eintragen kannst ohne die Theme-Dateien bearbeiten zu müssen.

10. Und noch mehr Plugins

Plugins erleichtern den Blogger-Alltag und können deinem Blog und deiner Admin-Oberfläche praktische Funktionen hinzufügen. Hier ein paar WordPress Plugins und Plugin-Listen, die Du dir mal anschauen solltest:

Und Du?

Was machst Du zuerst, nachdem Du WordPress frisch installiert hast? Welche Plugins kannst Du noch empfehlen? Natürlich könnte man diese Liste noch um viele Punkte erweitern, schließlich macht jeder etwas ein wenig anders als andere, wenn er einen neuen WordPress Blog aufsetzt. Für mich waren diese Punkte aber am wichtigsten. Welche Punkte sind für dich wichtig, was würdest Du noch zu dieser Liste hinzufügen? Hinterlasse mir einen Kommentar!

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5 Kommentare

  1. Viktor 16. Dezember 2014
    • Redaktion 16. Dezember 2014
  2. Kirila 17. Februar 2015
  3. Der Brian 10. November 2015
  4. Gudrun 21. August 2016

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